Qualitätssicherung
Qualitätsprojekte
Prävention von Stürzen
Um Stürze während des Krankenhausaufenthaltes zu verhüten, wird schon bei Aufnahme des Patienten eine systematische Riskoeinschätzung nach der Hendrichskala vorgenommen. Dabei werden bestimmte Risikobereiche wie Sturzerfahrungen und Sturzumstände, Medikamente, Alkohol, Drogen, Gleichgewichts- und Gangstörungen, Sehbehinderungen u.v.m. erfragt. Je nach Risikolage werden dann bestimmte Sicherungsmaßnahmen, wie z.B. sichere Kleidung, höhenverstellbare Betten, Nachtlicht etc. vorgenommen.
Kommt es trotz Vorsichtsmaßnahmen zu einem Sturz, so wird ein genaues Protokoll angelegt und das Ereignis in der sog. Sturzdatenbank dokumentiert. Im interdisziplinären Team werden die Ursachen des Sturzes analysiert und konkrete Strategien für die künftige Vermeidung solcher Unfälle festgelegt. Unsere Sturzdatenbank wird regelmäßig ausgewertet, mit externen Referenzzahlen verglichen und in den Abteilungen diskutiert. Die Entwicklung dieser Daten in den vergangenen Jahren wird hierbei als wichtiges Qualitätsmerkmal (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) immer mit dargestellt.
Die Sturzraten der Schlosspark-Klinik liegen deutlich unter den verfügbaren Referenzzahlen, sowohl bezüglich der Gesamtrate als auch der Schwere der Verletzung. In den Jahren 2002 bis 2004 hat es eine leichte Zunahme der Rate gegeben, die aber mit der verbesserten Dokumentationsqualität zu erklären ist. Studien haben übrigens gezeigt, dass es den typischen Sturzpatienten nicht gibt. Das Patientenprofil stellt sich in jeder Abteilung sehr unterschiedlich dar. Riskobereiche in unserer Klinik sind all jene Abteilungen, in denen häufig hochbetagte, multimorbide Patienten behandelt werden. Hier gilt es, besonders sorgfältig die Erkenntnisse unseres Sturzmanagements umzusetzen.
Weitere Qualitätssicherungsprojekte
Zu folgenden Themen werden ebenfalls Qualitätssicherungsprojekte durchgeführt:
- Dekubitusprophylaxe
- Schmerzmanagement
- Entlassungsmanagement
- Versorgung prästationärer Patienten
- Pflegeplanung und Pflegedokumentation



