Eingriffe an den Tränenwegen (Tränenwegs-Chirurgie)

Angeborerner Tränenwegsverschluss (Dakryostenose)

Die Tränenwege können bei der Geburt noch nicht vollständig kanalisiert sein und führen dann bei den betroffenen Kindern zu tränenden oder auch verschleimten Augen. Bei einem Großteil der jungen Patienten kommt es innerhalb des ersten Lebensjahres zur spontanen Eröffnung.

Bleiben die Tränenwege verschlossen ist das Risiko für bakterielle Entzündungen der Tränenwege und des Tränensackes erhöht. Sollte sich trotz antibiotischer Therapie keine Genesung einstellen, ist eine Operation der Tränenwege notwendig.

Hierbei werden in Vollnarkose die Tränenwege sondiert und gespült. In einigen Fällen ist das Einlegen eines Silikonschlauches in den Tränenwegen sinnvoll. Der Silikonschlauch verbleibt für drei Monate und verbindet den oberen- und unteren Tränenweg mit der Tränensackausgang. Nach drei Monaten wird der Silikonschlauch wieder entfernt.

Auch bei Erwachsenen kann es zu einem Verschluss der Tränenwege kommen. Die Patienten beklagen meist Tränenlaufen, Sekretausfluss aus den Tränenwegen, wiederkehrende Entzündungen im Tränenwegsverlauf oder des Tränensackes.

Sollte eine konservative Therapie zu keiner Symptombesserung führen, besprechen wir mit Ihnen nach vorheriger Durchführung einer Röntgen-Kontrastmitteldarstellung der Tränenwege die Möglichkeiten zur operativen Therapie.

Häufig kann durch das Einlegen eines Silikonschlauches in die Tränenwege zu einer Beschwerdefreiheit verholfen werden. Dieser Silikonschlauch wird nach etwa drei Monaten wieder entfernt.

Bei dieser Operationsmethode bleibt der natürliche Verlauf der Tränenwege erhalten und ist somit ein schonendes Verfahren.

Bei schwerwiegenden Fällen ist eine Silikonschlauchintubation nicht ausreichend und es ist ein größerer Eingriff nötig (Dakryozystorhinostomie nach Toti). Bei diesem Verfahren wird eine direkte Verbindung zwischen dem Tränensack und der Nasenhöhle geschaffen. Diese Operation wird während eines kurzen stationären Aufenthaltes durchgeführt.