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Ästhetisch-Plastische Chirurgie

Behandlungsspektrum

Faltenbehandlung

Bei den unterschiedlichen Verfahren der Faltenbehandlung wird durch äußerliche Anwendungen ohne Hautschnitte eine optische Hautverjüngung erzielt. Folgende Verfahren haben sich über die Jahre durch Effektivität und Risikoarmut bewährt:

Chemical Peeling

Chemical Peeling ist eine chemisch induzierte Schälkur der Haut. Kleine Fältchen, Verhornungen oder auch oberflächliche Pigment­flecken werden entfernt. Diese Methode verbessert auch das Erscheinungsbild bei Aknenarben. Je nach beabsichtigter Haut­schäl­tiefe werden verschiedene Substanzen verwendet. Die gebräuchlichsten sind Vitamin A-Säure, Glykolsäure, Trichloressigsäure sowie das besonders stark wirksame Phenol. Peelingsubstanzen müssen äußerst vorsichtig angewendet werden, da die Eindringtiefe der Peelingsubstanzen in die Haut von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Bei der Schädigung von tieferen Gewebe­schichten könnten unerwünschte Narben folgen.

Grundsätzlich beginnt die Prozedur mit einer sorgfältigen Reinigung und Entfettung der Haut. Nach Applikation der Lösung spürt der Patient ein leichtes Brennen und Wärme auf der Haut. Nach mehrmaligem Auftragen bildet sich schließlich ein weißlicher Reifbelag. In der darauffolgenden Zeit (ca. 12 Wochen) werden die oberflächlichen Hautschichten abgestoßen und zurück bleibt eine rosig frische, glatte Haut. Nach jedem Peeling­verfahren ist es wichtig, die behandelten Flächen einzucremen und mit einem hypoallergenen Lichtschutzpräparat zu schützen. Sonnenbäder sind erst nach Ablauf eines halben Jahres und mit entsprechendem Hautschutz erlaubt.

Hautabschleifung

Kleinere Fältchen oder Hautunregelmäßigkeiten können nicht nur chemisch, sondern auch mechanisch entfernt werden (Dermabrasio). Bei diesem Verfahren wird die Haut hochtourig mit diamantbeschichteten Schleifköpfen abgetragen. Auch hier ist Vorsicht geboten, da die Haut bei zu tiefem Abschleifen vernarbt. Nach der Dermabrasio bedeckt sich die Wundfläche innerhalb von 2 Tagen mit Schorf, der sich nach etwa 8-10 Tagen löst. Danach zeigt sich zarte, rosafarbene Haut, die anfangs noch sehr empfindlich ist. Wie beim Peeling muss die Haut nachbehandelt werden. Kosmetische Cremes oder Schminke sind frühestens nach 2 Wochen erlaubt und es gilt dieselbe Einschränkung beim Sonnen.

Laser

Die Anwendungsgebiete der in der Kosmetik verwendeten Laser sind nahezu identisch mit denen des Peelings und der Dermabrasio. Mit dem ERBIUM-YAG Laser wird die Haut verdampft. Zusätzlich zur präzisen Hautabtragung tritt ein weiterer Effekt auf, das sogenannte „shrinking“. Die oberen Hautschichten regenerieren sich und das kollagene Bindegewebe strukturiert sich neu. Als Resultat strafft sich der gesamte Behandlungsbereiches. In den ersten Tagen nach der Behandlung bildet sich Schorf. Nach 5 bis 7 Tagen löst er sich ab, eine spezielle Nachbehandlung mit luftdurchlässigen Maskenfolien wird empfohlen. Die verbleibende Reströtung klingt innerhalb von 2-3 Monaten ab. Um die Bildung von Flecken zu verhindern, muss strikter UV-Schutz eingehalten werden. Eine erneute Behandlung ist nach etwa 3-5 Jahren problemlos möglich.

Faltenunterspritzung

Die Implantation von Biomaterialien ist ein Meilenstein in der Faltenbehandlung. Die ästhetischen Resultate sind beeindruckend. In erster Linie eignen sich Mundbereich und Nasolabialfalten für diese Therapie.

Wir verwenden in der Schlosspark-Klinik ausschließlich unbedenkliche, nicht gesundheitsgefährdende Präparate zur Unterspritzung und bevorzugen rein synthetisch hergestellte Substanzen, wie z.B. Hyaluronsäure. Die exakte Injektionstechnik ist dabei absolute Voraussetzung für einen gleichmäßigen Niveauausgleich der Haut. Bei den sogenannten resorbierbaren Substanzen sind in der Regel Wiederholungen erforderlich. Nach einem halben Jahr werden die Substanzen abgebaut und der Unterfütterungseffekt lässt nach.

Es gibt jedoch auch bewährte Präparate von dauerhafter Wirkung, z.B. Dermalive, die ebenfalls auf Hyaluronsäure basieren und im Gewebe bleiben. Auch die Injektion von Eigenfett ist möglich. Der über­zeugendste Vorteil ist die großflächige Eingabemöglichkeit und die relativ einfache Gewinnung aus den körpereigenen Depots. Da aber bei jeder Fettverpflanzung nur ein geringer Teil Anschluss an die Blutversorgung des Empfängerareals erhält, werden bis zu 60 % der transportierten Fettzellen innerhalb von nur 2-3 Monaten resorbiert.

Bei der Faltenbehandlung der Stirnregion (Zornesfalten) und der Lachfältchen am Auge (Krähenfüße) hat ein bewährtes Nervengift aus der Neurologie, das Botulinumtoxin, durch seine faltenglättende Wirkung Eingang in die kosmetische Chirurgie gefunden. Bei fach­männischer Anwendung ist der Einsatz unbedenklich und effektiv, da die überaktiven mimischen Muskeln geschwächt werden und sich die Gesichtszüge in diesen Bereichen deutlich sichtbar verjüngen und harmonisieren.