Keratokonus und Crosslinking

Der Keratokonus ist eine kegelförmige Vorwölbung der Hornhaut. Durch die krankhafte Elastizität der Hornhaut wird diese immer dünner. Dadurch kommt es zu einer zunehmenden Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung (Astigmatismus). Meist beginnt die Erkrankung, deren Ursache unbekannt ist, in der Pubertät und geht mit häufigen Schwankungen der Sehschärfe und der Brillenstärke, später aber beispielsweise auch mit Doppelbildern und Bildverzerrungen einher.

Das UV-Crosslinking (CXL) mit Riboflavin (Vitamin B2) ist eine Behandlung zur chemischen Vernetzung der Kollagenfasern in der Hornhaut. Sie beugt dem Fortschreiten des Keratokonus nachweislich vor. Durch das Vernetzen der Hornhaut wird die zu weiche Hornhaut mittels „Brückenbildung“ im Gewebe versteift. Es ist die bisher einzige Behandlungsmethode, die das Fortschreiten des Keratokonus nachweislich für einige Jahre stoppen kann. Möglichweise ist sie sogar dauerhaft wirksam. Nur bei wenigen Betroffenen hat das Crosslinking kaum Wirkung. Aufgrund der guten Ergebnisse ist die Behandlung seit April 2019 unter bestimmten Voraussetzungen eine Kassenleistung.

Im Extremfall, bei sehr weit fortgeschrittenem Keratokonus, kann nur durch einen Hornhautersatz (Hornhauttransplantation) das Sehen wieder normalisiert werden kann.

Wir sind ein spezialisiertes Zentrum sowohl für die Früherkennung des Keratokonus als auch für die Durchführung von Crosslinking und Hornhauttransplantationen.