Suchen
 

Neurologie

Erkrankungen | Behandlungsschwerpunkte

Myasthenie

Die Myasthenia gravis ist eine relativ häufige Muskelkrankheit infolge einer Autoimmun-Erkrankung. Dabei kommt es zur Bildung von Antikörpern gegen körpereigene Strukturen an der Muskelendplatte (sogenannte Acetylcholinrezeptor-Antikörper).

Diagnostik

Zur Diagnostik gehören eine klinische Untersuchung, evtl. EMG mit Serienstimulation, der Tensilon®-Test und die Bestimmung der Acetylcholinrezeptor-Antikörper im Blut. Ergänzend wird die Lungenfunktion untersucht und meist eine Röntgendiagnostik des Thorax (Brustkorb) durchgeführt.

Behandlung

Mit den heute möglichen modernen Therapieformen ist Myasthenie in den allermeisten Fällen gut behandelbar. Bestätigt sich der Verdacht auf Myasthenie erfolgt meist eine erste stationäre Behandlung. Die medikamentöse Behandlung muss vorsichtig und mit täglicher ärztlicher Kontrolle erfolgen. Die rein symptomatische Medikation zur Behandlung der Schwäche stützt sich zunächst auf Pyridostigmin (Mestinon®), die Behandlung der Ursache meist auch auf Immunsuppressiva wie Kortikoide und Azathioprin (Imurek®). Bei schweren Verläufen kommen Therapieverfahren wie die Plasmapherese (extern) oder Immunglobuline zum Einsatz. Die operative Entfernung des Thymus (Thymektomie) kommt nur in Ausnahmefällen in Betracht, z.B. wenn die Myasthenie medikamentös nicht oder nur schwer einstellbar ist und bei Thymus-Tumoren.