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Unfallchirurgie und Orthopädie

Erkrankungen | Behandlungsschwerpunkte

Spezielle Operationstechniken der Achillessehne und des Bandapparates am oberen Sprunggelenk

Achillessehne

Ein Riss der Achillessehne ist fast immer auf einen verschleißbedingten Vorschaden in Verbindung mit einem Bagatelltrauma (schneller Antritt beim Freizeitsport, Fehltritt an der Bordsteinkante etc.) zurückzuführen. Das Ausmaß der Verletzung wird mit Ultraschall festgestellt. Meist ist eine Operation notwendig, für die verschiedene Verfahren zur Verfügung stehen. Bis zur Ausheilung nach 6 bis 8 Wochen ist das Tragen eines speziellen, absatzerhöhten Schuhs erforderlich.

 

Bandapparat des oberen Sprunggelenks

Die Verletzung des oberen Sprunggelenks durch „Verdrehen“ oder „Umknicken“ ist ausgesprochen häufig. Knöcherne Verletzungen, welche eine Röntgenuntersuchung und gegebenenfalls Operation notwendig machen, werden jedoch nur in ca. 15 % der Fälle gefunden. Mit Hilfe der Untersuchungstechnik der „Ottawa-ankle-rules“ lassen sich allein durch die klinische Untersuchung gips- oder operationspflichtige Knochenverletzungen hundertprozentig ausschließen. Mit dem zusätzlich angewandten „Klick-Test“ (auch ein röntgenfreies, klinisches Untersuchungsverfahren) kann zudem eine Außenbandverletzung sehr sicher festgestellt werden. In der Konsequenz bedeutet dies für den Verletzten eine sichere Diagnose durch einfache Untersuchungen ohne Strahlenbelastung und zusätzliche Wartezeiten. Die Außenbandläsion wird mit einer „Air-cast Schiene“ über sechs Wochen behandelt. Bei chronischer Bandinstabilität mit häufigem „Umknicken“ und unsicherem Gang werden vielfach sogenannte Tenodesen (Bandplastiken mit Sehnenverpflanzung) angewandt. Sehr häufig beobachtet man nach diesen Operationen einen frühzeitigen Verschleiß (Arthrose) im Sprunggelenk mit chronischen Schmerzen. In der Schlosspark-Klinik ist die anatomische Rekonstruktion nach Karlsson das Verfahren der Wahl. Mit dieser Methode ist die Rate der Früharthrosen gering und die gewonnene Stabilität im Sprunggelenk fast immer ausreichend.