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Plastische und Handchirurgie

Erkrankungen | Behandlungsschwerpunkte

Brustchirurgie

Die weibliche Brust (lateinisch= Mamma) zählt anatomisch zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen. Die Brust besteht aus Fett- und Bindegewebe sowie der Brustdrüse (Glandula mammaria). Die Brustentwicklung findet in der Regel durch hormonelle Umstellungen während der Pubertät statt. Im Alter oder durch Medikamenteneinfluß verändert sich die Form und Größe der Brust. Als Fehlbildung kann es entlang der Milchleisten zu überzähligen Brustwarzen (Polythelie) oder überzähligen Brustdrüsen (Polymastie) kommen. Das angeborene Fehlen der Brustdrüsenanlage wird Amastie genannt. Ein zu großes Brustwachstum wird als Makromastie, ein zu kleines Brustwachstum als Mikromastie, ein seitenungleiches Wachstum als Anisomastie und die Brustentwicklung beim Mann als Gynäkomastie bezeichnet.

Die Übergänge von einer medizinisch indizierten Straffungsoperation zu einer ästhetischen Operation sind fließend.

Da es sich um planbare Elektiveingriffe handelt, ist die indikationsbezogene Kostenzusage der Krankenversicherung auf der Basis einer Einzelfallentscheidung einzuholen. Die Antragstellung erfolgt durch den Patienten. Dazu benötigt der Patient eine stationäre Einweisung durch einen niedergelassenen Arzt und ein Gutachten/ärztlichen Befundbericht durch unsere Abteilung/Klinik. In diesem Gutachten werden objektive Befunde, wie ausgedehnte Haut-auf-Haut-Kontaktzonen mit Irritationen oder funktionellen Einschränkungen erfasst und fotodokumentiert. Dabei wird ein individueller Behandlungsplan zur Herstellung der Körpersilhouette erstellt.

Hilfreich für die Begutachtung können hier auch Stellungnahmen oder Behandlungsberichte von niedergelassenen Fachärzten wie Gynäkologen, Dermatologen und Orthopäden sein. 

Die Krankenkasse ist gesetzlich verpflichtet (siehe auch www.patienten-rechte-gesetz.de)   innerhalb von 5 Wochen über einen Antrag des Patienten zu entscheiden. Die Krankenversicherung stützt sich bei ihrer Entscheidung maßgeblich auf die gutachterliche Empfehlung des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse (MDK). In sehr vielen Fällen erfolgt zunächst keine Kostenzusage, der Patient hat dann die Möglichkeit,Widerspruch einzulegen, vor dem Sozialgericht zu klagen oder den Antrag im Verlauf erneut zu stellen. Legt der Patient Widerspruch ein, muss dieser ausführlich vom Patienten begründet werden (Angabe von Gründen warum Pat. nicht mit der Entscheidung des MDK einverstanden ist). Auch kann der Patient um die persönliche Vorstellung bei MDK bitten.

Wir sind spezialisiert auf:

+ Mammareduktionsplastik (Brustverkleinerung)

Bei einer Brustverkleinerung (Mammareduktionsplastik) wird die Brustwarze samt Warzenhof ohne Abtrennung angehoben. Überschüssiges Drüsengewebe wird entfernt und die Brustdrüse durch innere Nähte neu geformt. Zum Schluß wird der überschüssige Hautmantel entfernt und die Haut im Sinne einer Straffung vernäht. In Abhängigkeit der  Ausgangsform kann eine senkrechte oder ankerförmige Narbe resultieren.

+ Mammaaugmentation (Brustvergrößerung)

In der frühen Embryonalzeit kann es zu Fehlbildungen der Milchleisten kommen, die sich zumeist erst in der Pubertät als Entwicklungsstörungen der Brust darstellen. Häufig sind es mehr oder weniger ausgeprägte Asymmetrien der Brüste bis hin zu dem seltenen vollständigen Ausbleiben der Brustbildung. Um jungen Patientinnen eine gravierende psychische Belastung durch diese schwer zu kaschierende Brustfehlanlage zu ersparen, ist eine medizinisch indizierte Korrekturoperation zu rechtfertigen. Bei der Brustvergrößerung können sowohl Silikonimplantate als auch körpereignes Gewebe – wie Fettgewebe – genutzt werden, um die Form und Größe einer Brust zu verändern. Wir platzieren texturierte Implantate in der Regel komplett submuskulär (unter alle Brustmuskeln), um ein langlebiges und natürliches Resultat zu erzielen.

+ Operation bei Gynäkomastie (Brustwachstum bei Männern)

Der Brustansatz beim Mann kann unterschiedliche Ursachen haben. Wucherungen des Drüsengewebes, bösartige Geschwülste, Nebenwirkungen von Medikamenten, hormonelle Störungen oder konstitutionell bedingte Fettverteilungsstörungen sind hauptsächlich dafür verantwortlich. Vor einer Korrekturoperation sollte in jedem Fall eine sorgfältige Diagnostik durchgeführt werden. Hierzu gehören eine Mammographie, diverse Labortests sowie eine urologische Zusatzuntersuchung. In den meisten Fällen handelt es sich um eine gutartige Vermehrung des Drüsengewebes hinter der Brustwarze. Auch rein ernährungsbedingte Fettansammlungen kommen vor, die dann jedoch definitionsgemäß als Pseudogynäkomastie bezeichnet werden. Das operative Konzept beinhaltet die Entfernung des überschüssigen Gewebes. Liegt ein hoher Fettgewebsanteil vor, kann über eine ultraschall-assistierte Fettabsaugung dieser Überschuss entfernt werden. Sind eher drüsige, derbe Strukturen zu tasten, muss über einen kleinen Schnitt am Warzenhofrand oder in der natürlichen Brustfalte dieses Gewebe herausgeschnitten werden (subkutane Mastektomie). Je nach Größe der Brustbildung kann in seltenen Fällen auch eine Verkleinerung und Verlagerung des Warzenhofes nach oben notwendig sein, um eine kosmetisch befriedigende, männliche Brustform wieder herzustellen.