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Plastische und Handchirurgie

Erkrankungen | Behandlungsschwerpunkte

Postbariatrische Wiederherstellungschirurgie

Der Begriff „postbariatrische Wiederherstellungschirurgie“ bezeichnet operative Maßnahmen zur Wiederherstellung bzw. zur funktionellen Rekonstruktion der Körpersilhouette nach massiver Gewichtsreduktion. Oft wurde die Gewichtsreduktion durch eine vorherige Magenbypass- oder Schlauchmagenoperation erreicht. In den meisten Fällen beträgt die Gewichtsreduktion zwischen 50 und 100 kg. Es resultieren massive Hautüberschüsse im gesamten Körperstammbereich als auch an den Oberschenkeln und Oberarmen. Diese massiven Haut- Weichteilüberschüsse bilden sich in der Regel nicht zurück und können als Ursache von gesundheitlichen Einschränkungen verbleiben. Ist dies der Fall, besteht in der Regel eine medizinische Indikation,  diese massiven Haut- Weichteilüberschüsse durch eine Straffungsoperation zu entfernen. Die Übergänge von einer medizinisch indizierten Straffungsoperation zu einer ästhetischen Operation sind durchaus fließend.

Da es sich um planbare Elektiveingriffe handelt, ist die indikationsbezogene Kostenzusage der Krankenversicherung auf der Basis einer Einzelfallentscheidung einzuholen. Die Antragstellung erfolgt durch die/den Patientin/en selbst. Dazu benötigt der Patient eine stationäre Einweisung durch einen niedergelassenen Arzt und ein Gutachten/ärztlichen Befundbericht durch unsere Abteilung bzw. unsere Klinik. In diesem Gutachten werden objektive Befunde wie ausgedehnte Haut-auf-Haut-Kontaktzonen mit Irritationen oder funktionelle Einschränkungen erfasst und fotodokumentiert. Dabei wird ein individueller Behandlungsplan zur Herstellung der Körpersilhouette erstellt. Hilfreich für die Begutachtung können hier auch Stellungnahmen oder Behandlungsberichte von niedergelassenen Fachärzten wie Dermatologen und Orthopäden sein. 

Die Krankenkasse ist gesetzlich verpflichtet (siehe auch www.patienten-rechte-gesetz.de)   innerhalb von 5 Wochen über einen Antrag des Patienten zu entscheiden. Die Krankenversicherung stützt sich bei ihrer Entscheidung maßgeblich auf die gutachterliche Empfehlung des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse (MDK). In sehr vielen Fällen erfolgt zunächst keine Kostenzusage, der Patient hat dann aber die Möglichkeit Widerspruch einzulegen, vor dem Sozialgericht zu klagen oder den Antrag im Verlauf erneut zu stellen. Legt der Patient Widerspruch ein, muss dieser ausführlich vom Patienten begründet werden (Angabe von Gründen warum der Patient nicht mit der Entscheidung des MDK einverstanden ist). Auch kann der Patient um eine persönliche Vorstellung bei MDK bitten. Sobald die Krankenkasse die indikationsbezogenen Kostenzusage erteilt hat, kann ein Operationstermin gern auch telefonisch vereinbart werden.

Die häufigsten Eingriffe sind:

  • Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik)
  • Oberarmstraffung
  • Oberschenkelstraffung
  • Vorbereitende Liposuktion
  • Bruststraffung (Mastopexie)
  • Zirkuläre Straffung (z. B. Bodylift-Operation nach Lockwood)