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Plastische und Handchirurgie

Erkrankungen | Behandlungsschwerpunkte

Septische Chirurgie und Chirurgie bei chronischen Wunden

Chronische Wunden entstehen nicht plötzlich, sondern entwickeln sich langsam. Häufig verhindern Durchblutungsstörungen, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder Immunschwäche eine schnelle Wundheilung. Ist eine Wunde nach vier Wochen noch nicht verheilt, sprechen Mediziner von einer chronischen Wunde. Zur Behandlung dieser Wunden werden modernste Verfahren wie z.B. die Vakuumtherapie eingesetzt.

+ Dekubitus (Druckgeschwür)

Als Dekubitus wird jede Läsion bezeichnet, die durch anhaltenden Druck, eventuell   kombiniert mit Scherkräften und Reibungen, die Hautoberfläche und das darunter befindliche Gewebe über einen längeren Zeitraum schädigt. Infolge einer Minderdurchblutung aufgrund fehlender Druckentlastung kann es dann im Verlauf zu tiefreichenden Gewebeschädigungen bis in das Muskel- und Knochengewebe kommen.

+ Diabetisches Fußsyndrom

Ein diabetisches Fußsyndrom (DFS) wird laut WHO definiert als Infektion, Ulzeration oder Zerstörung tieferen Gewebes am Fuß verbunden mit neuropathischen Störungen sowie peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen (paVK) unterschiedlichen Grades am Unterschenkel.

+ Gangrän

Die Gangrän ist eine arterielle Durchblutungsstörung im fortgeschrittenen Stadium und verursacht eine Mangelversorgung des Hautgewebes (v. a. im Bereich der Füße und Zehen).   Die Minderdurchblutung führt zur Schädigung und schließlich zum Absterben der betroffenen Gewebeareale. Man unterscheidet zwischen trockener und feuchter Gangrän. „Trockene“ Gangrän: Nekrose, die abtrocknet , wobei das Gewebe aufgrund des Flüssigkeitsverlustes schrumpft „Feuchte“ Gangrän: Nekrose, bei der sich das Gewebe aufgrund einer bakteriellen Infektion verflüssigt und bläulich-livide verfärbt.

+ Nekrosen

Die Nekrose ist ein abgestorbener Gewebebezirk. Durch Verdunstungs- und Schrumpfungsvorgänge entwickelt sich hieraus ein blau-schwarzes Areal, welches mumifiziert erscheint.

+ Ulcus cruris

Das Ulcus cruris venosum/arteriosum/mixtum (abhängig vom Gefäßtyp) ist ein Unterschenkelgeschwür infolge venöser oder arterieller Durchblutungsstörungen. Es stellt in der Regel die schwerste Form einer Grunderkrankung dar, z. B. der chronisch venösen Insuffizienz oder der peripher arteriellen Verschlusskrankheit

+ Akne inversa (Abzesse in den Achseln und Leisten)

Acne inversa ist eine massive Entzündung der Talgdrüsen und äußeren Wurzelscheiden der Terminalhaarfollikel. Hauptsächlich betroffen sind der Bereich unter den Achseln, die Perianal- und Perigenitalregion und Leistengegend.

+ Verbrennungsnarben + Keloidnarben + Hypertrophe Narben

Die Entstehung von Narbengewebe ist die natürliche Reaktion des Körpers auf eine Verletzung. Die kann dabei sowohl verzögert als auch überschießend verlaufen. Dabei ist Narbengewebe immer nur Ersatzgewebe und kann die Funktion des verloren gegangenen Gewebes nicht übernehmen. Die speziellen Techniken der Plastischen Chirurgie helfen hier, die Form, Funktion und Ästhetik zu verbessern.  

+ Sinus pilonidalis (Steißbeinfistel)

Der Sinus pilonidalis (lateinisch pilus „Haar“ und nidus „Nest“) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Gesäßspalte (Rima ani). Synonyme für die Erkrankung sind Steißbeinfistel, Pilonidalzyste oder Sacraldermoid. Nach gängiger Auffassung wird die Erkrankung durch in die Haut penetrierende Haare verursacht. Andere Meinungen gehen von einer angeborenen (kongenitalen) Missbildung aus. Auch Traumata (beispielsweise durch Stürze auf das Gesäß) werden als mögliche Ursache diskutiert.