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Psychiatrie

Behandlungsschwerpunkte

Angsterkrankungen

Ängste gehören zum Leben und sind ein wichtiger Schutz davor, dass Menschen sich nicht unbedacht in gefährliche Situationen begeben. Wenn Ängste jedoch übermäßig werden oder sich auf eigentlich harmlose Situationen oder Dinge beziehen, können Sie ein krankhaftes Ausmaß annehmen.

 

Man unterscheidet:

  • Phobien, also die spezifische Angst vor ganz bestimmten Situationen oder Dingen wie zum Beispiel Hunden oder Menschenmassen,
  • Panikattacken, also kurzzeitig und typischerweise ohne spezifischen Auslöser auftretende heftigste Angstzustände
  • und generalisierte Angst, die durch eine dauerhafte erhöhte Ängstlichkeit und Besorgnis gekennzeichnet ist.

 

Behandlungskonzept für Angststörungen

 

1. Sicherheit wiedergewinnen

Zu Beginn der Behandlung soll der geängstigte Patient sein Gefühl von Sicherheit wiedergewinnen. Dies gelingt durch die schützende stationäre Umgebung und den Einsatz von Medikamenten, die die Angstsymptome verringern.

 

2. Bestandsaufnahme

Es werden die Ängste und Angst auslösende Situationen im Einzelnen untersucht und die Ziele der Therapie erarbeitet. Parallel dazu erfolgt die Teilnahme an therapeutischen Aktivitäten in der Klinik (Entspannungstraining, Kreativtherapien, Tanz- und Bewegungstherapie, Musiktherapie, ggf. Physiotherapie), die helfen, wieder Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu bekommen.

 

3. Angst bewältigen

Nach der Information über allgemeine Strategien der Angstbewältigung wird ein individueller Therapieplan erarbeitet. In gestufter Reihenfolge werden Übungsaufgaben festgelegt. Der Patient führt dann in enger Abstimmung mit dem behandelnden Arzt und dem Stationsteam das Angsttraining durch.

 

4. Vorbereitung auf zu Hause

Der Behandlungserfolg wird überprüft und die ambulante Weiterbehandlung geklärt. Die stationären Maßnahmen richten sich auf vermehrte Außenorientierung. Spezielles Augenmerk wird darauf gerichtet, welche Veränderungen im häuslichen Bereich nötig sind, um den Erfolg der Therapie nach Hause zu übertragen. Insbesondere kann die Einbeziehung von Angehörigen wichtig sein.

 

Ein wichtiger Bestandteil zur Umsetzung dieses Behandlungskonzeptes ist die Angstbewältigungsgruppe.