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Psychiatrie

Behandlungsschwerpunkte

Bipolare Störungen

Behandlungskonzept für bipolare (manisch-depressive) Erkrankungen

Bipolare Erkrankungen sind durch das Auftreten von sowohl depressiven als auch von manischen Phasen gekennzeichnet. Dazwischen können die Betroffenen lange Zeiten normaler Stimmung haben. Eine manische Phase ist ein Zustand krankhaft gehobener Stimmung mit gesteigertem Antrieb bis hin zur Neigung zu riskantem Verhalten.

 

Je nachdem, ob ein Patient in einer depressiven oder einer manischen Phase zu uns kommt, unterscheidet sich die Anfangsbehandlung. Bei einer Depression im Rahmen einer bipolaren Erkrankung erfolgt eine modifizierte Behandlung in Anlehnung an das Depressionskonzept. Bei einer manischen Phase ist es häufig zunächst erforderlich, unüberlegtes Handeln zu begrenzen, den Patienten von zu vielen äußeren Reizen abzuschirmen und für einen guten Schlaf in der Nacht Sorge zu tragen. Die Manie kann heutzutage effektiv und gut verträglich mit einer modernen Pharmakotherapie, Psychoedukation und der Ordnung und Struktur, die die psychiatrische Stationsumgebung bedeutet, behandelt werden.

 

Für Menschen mit bipolarer Erkrankung ist aber zumeist die Langzeitperspektive das wichtigere Anliegen, da die Erkrankung leider zu Rezidiven neigt. Daher wird schon während der stationären Behandlung großer Wert auf Möglichkeiten der langfristigen Prophylaxe gelegt, die mit dem Patienten zusammen erarbeitet werden. Eine häufig sehr effektive medikamentöse Prophylaxe, zum Beispiel mit Lithiumsalzen, kann sinnvoll in der Klinik begonnen werden, da der Patient vieles über die Lithiumbehandlung lernen muss und in den ersten Tagen verschiedene Kontrolluntersuchungen erforderlich sind. Die Abteilung verfügt über eine umfassende Erfahrung in der Behandlung mit Lithium und alternativen Medikamenten. Der Chefarzt der Abteilung hat zahlreiche wissenschaftliche Publikationen über die Lithiumtherapie verfasst und ist Vorstandsmitglied der Internationalen Gruppe zum Studium Lithium behandelter Patienten (IGSLi). Die Zeitschrift Focus (November 2011, "Deutschlands umfangreichste Ärzteliste") zählt ihn zu den Top-Medizinern und nationalen Experten für bipolare Störungen.