Psychiatrie

Behandlungsmethoden

Gesprächsgruppen

Interaktionelle Gesprächsgruppe

 

Die interaktionelle Gesprächsgruppe basiert auf der Methode der psychoanalytisch-interaktionellen Gruppenpsychotherapie. Sie orientiert sich am realen Geschehen in der Gruppe, lässt aber auch der jeweils individuellen Geschichte Raum. Hilfreich ist diese Gruppenpsychotherapie für Patienten, die im Umgang mit Konflikten auf Verarbeitungsmuster zurückgreifen, die ihnen selbst schaden. Die Gruppe findet zweimal in der Woche statt. Sie wird von einer Psychologin geleitet.

 

Metakognitives Training

 

Das Wort Metakognition bedeutet „Denken über das Denken“. Das Training wurde speziell für Patienten mit gegenwärtigen oder früheren psychotischen Veränderungen des Ich- und Realitätserlebens entwickelt. Das Training findet mit Beamer-Projektion unter Verwendung von Bildergeschichten, typischen Alltagssituationen und ähnlichem statt. Ziel ist es, mehr über die eigenen Denkvorgänge zu erfahren, und wie sie beeinflusst und zur Problembewältigung genutzt werden können.

 

 

P-Gruppe (Psychose-Gesprächsgruppe)

 

Die P-Gruppe ist eine Gesprächsgruppe für Patienten, bei denen es krankheitsbedingt zu gravierenden Veränderungen ihres Ich- und Realitätserlebens gekommen ist. Ziele der Gruppe sind einerseits der Erfahrungsaustausch unter den Patienten, andererseits sollen Informationen über die Entstehung, den Verlauf und die Behandlung psychotischer Erkrankungen vermittelt werden. Die Förderung von Bewältigungskompetenzen auf Seiten der Betroffenen steht ganz im Vordergrund. Die Gruppe wird von einem Arzt oder Psychologen und einer Krankenschwester geleitet.

 

 

Gruppentraining sozialer Kompetenzen (GSK)

 

Soziale Kompetenzprobleme, z.B. große Ängste sein Recht in sozialen Interaktionen durchzusetzen oder auch chronische Beziehungskonflikte, können psychische Störungen verursachen. Umgekehrt können auch psychische Störungen zu sozialen Kompetenzproblemen führen. In unserer sozialen Kompetenzgruppe geht es darum, Schwierigkeiten im Umgang mit verschiedenen sozialen Situationen besser zu meistern, vor allem durch Übungen in Rollenspielen. Das GSK ist daher für Menschen gedacht, die beim Bewältigen sozialer Alltagssituationen überdauernde Schwierigkeiten haben und hierdurch Beeinträchtigungen im Berufs- und/oder Privatleben erleben. Die Schwierigkeiten sollten sich auf mindestens einen der Situationsbereiche, die im Training erarbeitet werden, beziehen:

  • Situationen, in denen es darum geht, sein Recht und seine Interessen durchzusetzen.
  • Situationen, in denen es darum geht, seine Bedürfnisse, Gefühle und Interessen innerhalb einer persönlichen Beziehung zu äußern.
  • Situationen, in denen es darum geht, Kontakte zu Unbekannten aufzunehmen bzw. um Sympathien zu werben.